Ihre Praxis für Ergotherapie und Lerntherapie im Raum Heilbronn und Ludwigsburg
Ihre Praxis für Ergotherapie und integrative Lerntherapie im Raum Heilbronn und Ludwigsburg
Marion Broderix
Theodor-Heuss-Strasse 36
74336 Brackenheim
Telefon: 07135 / 938822

Fit für die Einschulung

Hier können Sie sich informieren, welche Fertigkeiten Ihr Kind zur Einschulung benötigt. Praktische Ideen und Spielvorschläge, die Spaß machen und für den Alltag anwendbar sind, stehen Ihnen hier zum Nachlesen und Ausdrucken bereit.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und würde mich über Anregungen oder Ergänzungen Ihrerseits freuen.

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Körperliche Reife

Ihr Kind sollte sich in seiner Körpergröße, nicht im Vergleich zu anderen Schul­anfängern unterscheiden. Sollte Ihr Kind wesentlich kleiner und auch jünger sein, wäre eine Rückstellung zu überlegen. Jedoch ist dies kein ausschlaggebender Grund; ist ihr Kind innerlich "groß", gelingt es ihm sicherlich, sich gegen die anderen Kinder zu behaupten.
Achten Sie auf eine gesunde Ernährung, u. a. mit frischen Lebensmitteln und ungesüßten Säften oder Tees. Süßigkeiten können einen Platz im Alltag finden, die Kontrolle darüber, liegt jedoch bei Ihnen.
Ihr Kind sollte den Schulranzen alleine tragen können.
Lassen Sie Ihr Kind sein Kiga-Vesper im eigenen Rucksack tragen. Geben Sie ihm bei Spaziergängen ebenfalls eine eigene Tasche, somit kann Ihr Kind seine Ausdauer und Kraft trainieren
Benötigt Ihr Kind im Anschluss an den Kindergarten stets einen Mittagsschlaf, stellt sich die Frage, ob Ihr Kind den schulischen Belastungen und An­for­der­un­gen gewachsen ist. Hier darf ein soge­nanntes "Kannkind" noch ein Jahr im Kindergarten verbleiben, um sich auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten.
Sorgen Sie für regelmäßige Schlafenszeiten. Ein Vor­schulkind sollte gegen 19.30 Uhr im Bett liegen, vor­ge­lesene Geschichten und Kassetten helfen oft beim Abschalten. Rituale geben Sicherheit und Geborgenheit.

Grobmotorik

In einem gesunden und mobilen Körper ruht ein gesunder Geist.
Ihr Kind sollte ein gutes Gleich­ge­wichts­vermögen besitzen, das heißt, es sollte auf einem ca. 10 cm breiten Band vorwärts und rückwärts balancieren können.
Häufig wird bei den Vorschulunter­such­ungen der Einbeinstand überprüft. Grobe Regel Alter des Kindes = Dauer in Sekun­den (5 J. = 5 sek)
Eine gute Koordination ist die beste Voraussetzung, um in der Schule zu­recht­zukommen. Erinnern sie sich daran, wie Ihre ersten Fahrstunden verliefen? Kupp­lung treten .. Gang einlegen .... Blinker setzen ..... oh jeh, war das ein Stress. So geht es Ihrem Kind bei den ersten Schreib­versuchen: Hand bewegen .... auf dem Po sitzen bleiben .... Zunge bleibt im Mund ..... denken .. was hat die Lehrerin gesagt?
Ihr Kind sollte mindestens einmal wöchentlich in ein Kinderturnen gehen. Nutzen Sie Bordsteinkanten zum Balancieren, gehen Sie in den Wald; das Laufen auf Wald­wegen schult den Gleich­gewichtssinn Ihres Kindes.
Ab dem 6. Lebensjahr können Sie mit Ihrem Kind den Hampelmannsprung üben. Spielen Sie Himmel und Hölle, Gummitwist oder machen Sie Fingerspiele.
Gehen Sie auf den Spielplatz, lassen sie Ihr Kind klettern.
Ab dem sechsten Lebensjahr sollte Ihr Kind Rad fahren können, einen Ball sicher mit beiden Händen aus unterschiedlichen Rich­tungen fangen können und eine Ziel­scheibe mit dem Ball treffen.
Trainieren Sie eher nicht mit Stützrädern, nutzen Sie ein Laufrad.
Das Osterfest war, und ist häufig ein Anlass um einen Ball zu verschenken.

Feinmotorik

Zum Schuleintritt sollte sich Ihr Kind auf eine Hand beim Schreiben festlegen, auch die Schere sollte stets mit der gleichen Hand gehalten werden.
Bieten Sie rechtzeitig und regelmäßig eine Schere zum Basteln an. Besorgen Sie bei linkshändigen Kindern sobald als möglich, eine Linkshänderschere. Achtung.. der Linkshänder schneidet z.B. einen Kreis im Uhrzeigersinn aus!
Der Stift sollte im 3-Punktgriff mit aus­rei­chender Kraft sicher geführt werden.
Nutzen Sie dicke Stifte oder eine Stiftverdickung. Achtung! Diese vorher ausprobieren, ob sie angenehm ist.
Malen Sie einen Smilie auf die Fingerkuppe des Mittelfingers, sagen Sie Ihrem Kind dies sei ein treuer Schreib- und Malhelfer, er will jedoch immer genau sehen, an wessen Finger er ist (Ziel: Mittelfinger liegt unter dem Stift, Fingerbeere zeigt nach schräg oben).
Ihr Kind sollte Formen und Gegenstände innerhalb der Begrenzungen ausmalen können.
Bei Kindern, die hierbei Schwierigkeiten haben, legen Sie bitte bei einem Ausmalbild Wert darauf, "einen" Gegenstand sauber auszumalen, dies steigern Sie natürlich bei gegebenem Erfolg. Lob ist hier sehr wichtig, tadel nimmt die Lust, sich anzustrengen. Zuerst an der Begrenzung entlang malen, dann den Innenbereich ausmalen. Nutzen Sie Ausmalvorlagen, besonders für Jungs geeignet, da interessantere Themen wie Dinos, Traktoren, Feuerwehr... Zu finden z. B. mit der kind­gerechten Suchmaschine www.blinde-kuh.de Such­begriffe: Ausmalbilder, Malvorlagen,...
Ihr Kind sollte mit diversem Werkzeug geschickt umgehen können. Stift, Radierer, Spitzer, Schere, Webrahmen (Schiffchen), Umgang mit Kleber, Farben, Pinsel.
Tätigkeiten wie fädeln, aus- und einheften von Blättern, Papier reißen, und einen Knoten machen sind Voraussetzungen für ein selbstständiges und selbstbe-stimmtes Arbeiten.
Frühzeitiger Gebrauch von Messer, Gabel, Löffel schult diese Fertigkeiten. Die Mithilfe im Haushalt erfreut Sie und Ihr Kind, trainiert seine Geschicklichkeit. Kehrbesen, Schaufel, Gurkenschäler, Locher, Wellholz, Rührgerät... ebenso.

Selbstständigkeit

Ihr Kind sollte sich für die Stunden des Schul­alltages ohne Probleme von Ihnen lösen können.
Übernachtungsbesuche beim besten Freund oder bei Bekannten tragen hierzu bei. Ebenso regelmäßige Freund­schafts­besuche zum nachmittäglichen Spielen (ohne die Eltern).
Das Selbstständige ein- und ausräumen des Ranzen, sollte Ihrem Kind möglich sein. Auch die Vesper sollte selbstständig aus und eingepackt werden.
Die Kindergartentasche ein- und auspacken lassen.
Selbstständigkeit beim an- und ausziehen ist eine Grundvoraussetzung für die Schule, besonders für den Turnunterricht. Stellen Sie sich vor, ein Lehrer muss vor einer Turnstunde 58 Schuhe aufmachen, 58 Schuhe binden und vielleicht noch darauf achten, dass die Sportkleidung von 29 Kindern richtig herum getragen wird, da bleib kaum noch Zeit um ein Turngerät aus dem Schrank zu holen.
Schuhe mit Schnürsenkel kaufen und trainieren, falls Ihr Kind sich dies nicht gerne von Ihnen zeigen lässt, Auftrag an die Oma oder Tante weitergeben.
Selbstständig am Morgen und Abend an- und ausziehen lassen.
Ihr Kind sollte kleine Wege, und später even­tuell den Schulweg selbstständig laufen oder sogar mit dem Bus fahren können.
Wege gemeinsam laufen, dann immer ein Stück ent­gegen­laufen bis hin zum alleine in den Kindergarten oder zum Bäcker gehen.
Jedem Schulkind sollte es möglich sein, selbstständig die Toilette aufzusuchen und sich zu versorgen.
Zu Hause trainieren, bei Besuchen selbstständig und alleine auf die Toilette gehen lassen.
Ihr Kind sollte sich für mindestens 15-20 Minuten selbst beschäftigen können. Sollte ihr Kind über Langeweile klagen, sollte es diese aushalten können, ohne Sie ständig nach Beschäftigung zu bitten.
Spielzeiten im Zimmer einführen, am Besten zu festen Zeiten (z.B. nach dem Mittagessen...)
Aus der Langeweile entsteht irgendwann einmal auch die Beschäftigung, manche Kinder lieben jedoch die Langeweile.
Wann hatten Sie das letzte Mal Langeweile? Wenn es Ihnen geht wie mir, dann wäre es schön, ihr des öfteren im Alltag zu begegnen.
Ich Kind sollte bei einem Regelspiel mit mehreren Personen geduldig abwarten kön­nen. Im Schulalltag mit 30 Mitschülern sollte Ihr Kind seinen Impuls sich mit­zuteilen hemmen können.
Altersentsprechende Gesellschaftsspiele bieten eine gute Möglichkeit, soziale Regeln zu trainieren. Leihen Sie sich über die Büchereien/ Mediotheken Spiele aus, oder tauschen Sie für gewisse Zeit Spiele mit Freunden und Bekannten. Halten Sie sich selbst an die Spielregeln und seien Sie Vorbild im Umgang mit dem Verlieren und Gewinnen. Ihr Kind sollte beide Situationen erleben. Sollten Sie verlieren, dürfen Sie sich auch ärgern, denn hätten Sie mit einem gleichstarken Spielpartner gespielt, hätten sie sich sicherlich auch ein wenig geärgert.
Verantwortung und Pünktlichkeit, das sind Qualitäten, die unsere Kinder von uns lernen.
Ihr Kind muss in der Schule Verantwortung für sein Handeln übernehmen, ebenso muss es lernen, sein eventuell mor­gend­liches Verspäten zu entschuldigen und vor dem Lehrer zu begründen. Pünktlichkeit bedeutet ebenfalls, zeitgleich mit den an­de­ren Kindern den Anforderungen der Lehrer nachzukommen (z.B. ausheften, los­ar­bei­ten, zu Ende kommen).
Gehen sie pünktlich in den Kindergarten, sorgen Sie für einen stressfreien Tagesbeginn, Ihr Kind sollte sich selbst für den Kindergartentag bereit machen.

Vorschulfertigkeiten

Ihr Kind sollte zum Schuleintritt seinen Na­men von links nach rechts und auf der Linie schreiben können.
Hier eine kleine Spielidee: Material: Lineaturblatt Klasse 1, Würfel, Stift
Würfeln, jeder so viele Zeichen auf eine Linie schreiben, wie gewürfelt wurde. Nur werten, wie viele genau auf einer Linie sind, dies entspricht der erreichten Punkte­zahl, notieren ..und am Ende die Summe errechnen.
Die Anzahl der Würfelaugen müssen spon­tan erkannt werde, ohne dass Ihr Kind diese abzählen muss. Die Menge 3 sollte spontan, ohne abzuzählen erfasst werden
Spielidee: "Das Spiel" von abacus (ca. 25,- €) Sehr gut!
Alle gängigen Würfelspiele, auch "Mensch ärgere dich nicht" können im Vorschulalter gespielt werden. Sie sollten jedoch wegen der langen Spieldauer die Männchenanzahl von 4 auf 2 oder 3 reduzieren. "Flinke Flosse", von Ravensburger (5,- €), ein Spiel zum Men­gen­erfassen.
Symbole und Zeichen sollten wieder­er­kannt werden. Einfache Symbole sollten rich­tungs­getreu abgezeichnet werden können.
Zeigen Sie Ihrem Kind z.B. Eine Automarke mit Er­kenn­ungs­zeichen (Sie wissen schon Stern oder Ähnliches). Ihr Kind soll Ihnen bei einer Autofahrt diese Autos zeigen. Spielidee Zeichen: Legen Sie mit Holzstäben oder Streichhölzer ein Symbol, Ihr Kind soll dies nachbauen und anschließend aufmalen. Wechseln Sie sich ab.
Ihr Kind soll die gängigen Farben be­nen­nen können.
Das Erkennen und das Benennen von einfachen geometrischen Formen sollte gelingen.
Spielidee: "Colorama", Farbenspiel und geometrische Formen.
Abwandlung: Nur mit Formenwürfel spielen, Formen in Säckchen packen oder unter Geschirrtuch legen, würfeln, Form ertasten, benennen einstecken und eventuell aufmalen.
Von 1 bis 20 zählen, das kann fast jedes Kind. Wichtig wäre die Unterscheidung was ist mehr 8 oder 13?
Spielen Sie Memory, dann messen Sie nicht den Stapel, sondern zählen Sie die einzelnen Karten. Ihr Kind soll entscheiden, wer mehr hat, legen Sie die Karten hierzu in eine Reihe, achten Sie darauf, falls sie gegenübersitzen, dass Sie Ihre Karten von rechts nach links zählen und hierbei Karte für Karte mit dem Finger berühren.
Begriffe wie: groß - klein, leicht - schwer, lang - kurz, vorher - nachher, vor- hinter- neben- über, ..... und natürlich rechts und links sollten sicher sein
Sprechen Sie viel mit Ihrem Kind, erzählen Sie vom Erlebten, Kommentieren Sie während des Backens oder beim Kochen Ihr Handeln. "Zuerst nehme ich die Schüssel und stelle sie auf den Tisch, dann hole ich das Rührgerät rechts aus dem Schrank,...." oder geben Sie klar formulierte Aufträge an Ihr Kind weiter. "Bring mir das Glas, das hinter der Schüssel steht,..."
Rechts und links am eigenen Körper ken­nen und benennen.
Freundschaftsbändchen an die Schreibhand, nun weiß Ihr Kind, wo die rechte oder linke Hand ist.
Diese Wahrnehmung ist wichtig, bedenken Sie was es für eine Unterscheidung macht, wenn Sie einen Buch­staben schreiben, der aus einem Kreis und einem Strich besteht (b d p q).
Bedürfnisaufschub und Geduld, eine der größ­ten Herausforderungen an unsere Kinder.
Im Alltag trainierbar: Mit dem Essen erst beginnen, wenn alle sitzen. - Aufstehen, erst wenn alle fertig sind, oder der Teller leer ist. - Nachtisch erst, wenn alle fertig sind. - Süßigkeiten nur zu einer bestimmten Zeit. - Taschengeld einteilen, eventuell auf etwas Bestimmtes sparen.
Oben genanntes, natürlich nur, wenn es zu Ihrer Familie passt und diese Regeln für alle gelten.

Sprechen und Hören

Ihr Kind sollte in ganzen Sätzen sprechen können, es sollte Ihnen zum Beispiel eine erlebte Situation konkret und ohne größere Aus- und Abschweifungen beschreiben können.
Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu und unter-brechen Sie es nicht beim Erzählen.
Sollte Ihr Kind abschweifen, berichten Sie kurz, was sie bisher verstanden haben und was Ihnen noch nicht klar ist.
Auf eine klare, eindeutige Frage, sollte Ihr Kind klar antworten können.
Grenzen Sie die möglichen Antworten ein.
Laute, die sich sehr ähneln, wie zum Bei­spiel d-t, g-k, p-b sollten unter­schieden werden.
Spielen Sie Wortspiele mit den Worten Kopf-Topf, Guss-Kuss, ...
Alle Buchstaben sollten ausgesprochen werden können, wobei bei vielen Kindern im Vorschulalter die Zischlaute noch schwieriger sind, als die anderen Laute.
Rechtzeitige Sprachförderung in Erwägung ziehen, spre­chen Sie mit Ihrem Kinderarzt.
Ihr Kind sollte sich 2-3 Aufträge merken können und diese in der richtigen Rei­hen­folge erledigen können.
Kurze Reime und Verse sollten gut und schnell erlernt und abgespeichert werden können.
Gelingen momentan nur 2 Aufträge, trainieren Sie dies im Alltag. ("Du bringst bitte die roten Socken und die grüne Hose" oder "putz die Zähne, anschließend zieh den Schlafanzug an")
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind Ihnen zuhört. (Suchen Sie den Blickkontakt, sagen Sie "ich sage dir nun etwas Wichtiges", warten sie, bis Ihr Kind Ihnen aufmerksam zuhören kann, lassen Sie sich eventuell den Arbeits­auftrag von Ihrem Kind wiederholen)
Verwenden Sie Auszählreime, singen Sie Lieder.

Konzentration

Ihr Kind sollte sich für 15 - 20 Minuten, ohne Unterbrechungen, auf eine Tätigkeit kon­zen­trieren können. Sollte es die Tätigkeit unterbrechen müssen, sollte es nach der Unterbrechung selbstständig wieder dahin zurückfinden.
Bieten Sie Tätigkeiten an, die von ihrem Kind Konzentration erfordern. Vielleicht kann sich Ihr Kind stundenlang mit Lego beschäftigen; dies ist jedoch keine fremdbestimmte Aufgabe die eine stetige Auf­merk­sam­keit erfordert. Geistige Unterbrechungen sind hier von außen nicht sichtbar.
Kann sich Ihr Kind nur 10 Minuten konzentrieren, so spielen Sie mit Ihrem Kind für 10 Minuten ein Spiel, spielen Sie auf jeden Fall zu Ende, loben Sie Ihr Kind, dass es sich so lange konzentriert hat. Im Laufe der Zeit steigern Sie die Spielminuten um jeweils 1 Minute, bis Sie die gewünschte Minutenzahl erreicht haben.

Anstrengungsbereitschaft

Ihr Kind sollte bei schwierigeren Aufgaben dran bleiben können. Es sollte sein Ziel verfolgen, bei schwer lösbaren Aufgaben um Hilfe bitten können und es selbst versuchen, nach Lösungen zu suchen.
Bieten Sie auch kniffelige Aufgaben an, beschreiben Sie, dass Sie gerade bemerken, wie sehr sich Ihr Kind bemüht und Sie bei Fragen des Kindes zur Verfügung stehen. Zeigen Sie erst die gewünschte Reaktion (Lob oder die Antwort zur Lösung), wenn Ihr Kind Sie auch direkt danach fragt.
Bieten Sie wenn möglich keine fertigen Lösungen an, sondern versuchen Sie Ihr Kind auf den nächsten, möglichen Lösungsschritt hinzuweisen.

Soziale- und emotionale Reife

Ihr Kind sollte seine Meinung formulieren können und sollte die Fähigkeit besitzen, andere Meinungen gelten zu lassen.
Kinder dürfen Ihre Meinung im Familienalltag for­mulieren, Sie entscheiden jedoch, welche Meinung Pri­orität hat und welche Entscheidungen getroffen werden.
Es sollte auf Streitschlichtungen ange­mes­sen reagieren können und sich im Streit auch mit Worten wehren können.
Sich entschuldigen oder Kompromisse eingehen, dies sind Handlungen, die Kinder in der Familie lernen, zeigen sie sich als gutes Vorbild.
Ihr Kind muss seine Bedürfnisse klar äußern können.
Wie zum Beispiel: Bedürfnisse im Alltag. Ich habe Hunger. Ich habe Durst. Ich bin müde. Ich möchte nicht, dass....
Es sollte abwarten können, ohne sich stän­dig in den Vordergrund zu stellen.
Achten Sie darauf, dass Sie sich gegenseitig ausreden lassen. Schenken Sie Ihrem Kind bei solchem Stör­verhalten keine Aufmerksamkeit, diskutieren Sie wenn möglich in solchen Situationen nicht mit Ihrem Kind. Formulieren Sie die Regel: "Ich möchte nun ausreden".. und wenden Sie sich wieder Ihrem Gesprächspartner zu.
Beim Spiel sollte Ihr Kind lernen, auch mal zu verlieren.
Lassen Sie Ihr Kind auch verlieren.
Ihr Kind sollte die Fähigkeit besitzen, seine Gefühle zu äußern.
Äußern Sie selbst auch Ihre Gefühle. "Ich freue mich, dass du in Ruhe ein Buch anschaust". "Ich ärgere mich darüber, dass du dein Zimmer nicht aufgeräumt hast". "Ich habe Angst, ich möchte die Spinne nicht anlangen, kannst du die Spinne einfangen"
Lassen Sie die formulierten Gefühlsäußerungen von Ihrem Kind auch stehen. Formulierungen wie, da brauchst du doch keine Angst haben, das ist doch nicht schlimm, das tut doch nicht weh, entsprechen häufig nicht der Realität, (oder haben sie nicht auch Schreckens­gespenster wie der Besuch beim Zahnarzt, die Impfung beim Hausarzt, riesige Spinnen im Wohnzimmer....?)

© Praxis für Ergotherapie und Lerntherapie - Marion Broderix